Ferrari-Twingo-Prinzip: Wissen teilen als Unternehmerin und mehr Umsatz machen
- Florence Chazarenc

- 19. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Wann hast du das letzte Mal etwas nicht gepostet, weil du gedacht hast: Das ist doch nichts Besonderes. Das weiß doch jeder. Das hab ich doch schon mal gesagt.
Falls du jetzt gerade innerlich genickt hast, ist diese Folge genau für dich.
Denn was sich für dich selbstverständlich anfühlt, ist für deine Wunschkundinnen oft genau das, wonach sie suchen. Und genau die Dinge, die du zurückhältst, kosten dich echten Umsatz, Verbindung und Kundinnen.
In dieser Podcast-Folge von Business like a Queen spreche ich darüber, was das Ferrari-Twingo-Prinzip ist, warum deine innere Kritikerin dir im Weg steht und was du noch heute konkret dagegen tun kannst.
Das Ferrari-Twingo-Prinzip und warum es alles verändert
Stell dir vor, du fährst täglich Ferrari. Jeden Morgen, jeden Abend, in jede Richtung. Der Ferrari ist dein Alltag. Er ist so normal, dass du ihn kaum noch wahrnimmst.
Jetzt stell dir vor, deine Kundin fährt Twingo. Weil sie noch nicht weiß, was möglich ist. Weil sie noch nicht die Abkürzung kennt, die du seit Jahren fährst. Weil sie noch nie jemanden hatte, der ihr gezeigt hat, wie man überhaupt in einen Ferrari einsteigt.
Genau das ist der Unterschied zwischen dir und deiner Wunschkundin.
Was für dich selbstverständlich ist, ist für sie eine Offenbarung. Was du als „das weiß doch jede:r" abtust, ist für sie der entscheidende Impuls. Die Antwort auf eine Frage, die sie sich vielleicht schon Monate stellt. Und wenn du dieses Wissen nicht teilst? Dann fährt sie weiter Twingo und bucht jemand anderen.
Die innere Kritikerin kostet dich Umsatz
Du kennst sie. Diese Stimme, die auftaucht, wenn du kurz davor bist, auf „Posten" zu drücken. „Das ist doch nichts Besonderes." „Das hab ich doch schon mal gesagt." „Wen interessiert das wirklich?" „Ich will nicht zu spirituell wirken." „Was werden die anderen denken?"
Diese Stimme ist ein Teil von dir, der dich schützen möchte, vor Ablehnung, vor Kritik, vor dem Gefühl, zu viel zu sein. Sie meint es gut. Aber sie hält dich klein.
Und das Gemeine daran: Sie meldet sich am lautesten genau dann, wenn du kurz davor bist, etwas wirklich Wertvolles zu teilen. Nicht bei den banalen Posts sondern bei denen, die wirklich etwas bewegen würden.
Der Impuls für dich: Das nächste Mal, wenn diese Stimme auftaucht, mach kurz inne. Nicht um sie zu bekämpfen. Sondern um dich zu fragen: Was würde passieren, wenn ich es trotzdem teile? Meistens lautet die Antwort: genau das Richtige.
Die Gründe, warum es dir schwer fällt, dein Wissen als Unternehmerin zu teilen
Es gibt mehrere Schichten, warum Unternehmerinnen ihr wertvollstes Wissen für sich behalten:
1. Der Fluch der Expertise Je mehr du weißt, desto selbstverständlicher fühlt es sich an. Das ist wissenschaftlich belegt und trägt einen Namen: der Fluch des Wissens. Du erinnerst dich nicht mehr daran, wie es war, nicht zu wissen, was du weißt. Und deshalb unterschätzt du den Wert deines Wissens täglich.
2. Die Angst vor Wiederholung „Das hab ich doch schon mal gesagt." Ja. Und? Deine Kundin hat es wahrscheinlich nicht gesehen. Oder sie braucht es heute zum dritten Mal, um es wirklich zu verstehen. Botschaften brauchen Wiederholung, weil Vertrauen durch Konsistenz entsteht.
3. Die Angst, zu viel zu zeigen Viele Unternehmerinnen haben gelernt: Nicht zu viel von sich preisgeben. Nicht zu persönlich werden. Nicht polarisieren. Dabei ist genau das, Persönlichkeit zeigen, Haltung zeigen und echt sein, was Kundinnen anzieht.
4. Perfektionismus als Aufschubstrategie „Ich warte noch, bis es wirklich gut ist." Guter Inhalt, der nie erscheint, hilft niemandem, auch nicht dir.
Die Auswirkung auf die Kundenreise, wenn du dein Wissen teilst
Sichtbarkeit ist der erste Schritt jeder Kundenreise.
Deine Wunschkundin durchläuft einen Prozess, bevor sie bucht. Sie muss dich erst kennen, dann mögen, dann vertrauen. Und dieser Prozess beginnt mit Content, also den Inhalten, die du teilst. Mit deinem Wissen, mit deiner Persönlichkeit und mit deiner Haltung. Wenn du schweigst, fehlt dieser erste Schritt. Deine Kundin kann gar nicht erst in dein Universum eintreten. Sie weiß nicht, dass du existierst. Und selbst wenn sie es weiß, sie weiß nicht, ob sie dir vertraut.
Sichtbarkeit ist also nicht Selbstdarstellung. Sichtbarkeit ist der Beginn einer langfristigen Beziehung. Und Beziehungen entstehen, wenn du teilst.
👉🏻 Die in der Folge erwähnte Kundenzahl kannst du hier berechnen.
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👉 Hier kannst du die ganze Folge anhören:


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